Kreuzwurf ins eiskalte Wasser

Der Jordanstag am 6. Januar

Wer über Neujahr hinaus in Sofia bleibt, kann am 6. Januar einen der eindrucksvollsten Bräuche Bulgariens erleben. Am Jordanstag (Jordanowden), dem Fest der Taufe Jesu, wirft ein Priester nach der Wasserweihe ein Kreuz in einen Fluss oder See. Junge Männer springen ins eiskalte Wasser, um es herauszuholen. Wer es zuerst erreicht, gilt als gesegnet für das ganze Jahr.

Die beleuchtete Kirche Sweti Sedmotschislenizi in Sofia bei Nacht
Am Jordanstag beginnt der Tag mit Gottesdiensten in den Kirchen der Stadt.

In Sofia

So lief der Tag in Sofia 2026 ab:

Die Termine für den 6. Januar 2027, einen Mittwoch, veröffentlicht die Metropolie von Sofia meist Ende Dezember. Der Jordanstag ist kein gesetzlicher Feiertag, Geschäfte und Museen haben geöffnet.

Das Männerhoro von Kalofer

Das bekannteste Bild des Tages kommt aus Kalofer, einer Kleinstadt im Zentrum Bulgariens. Dort tanzen die Männer nach dem Kreuzwurf einen Horo mitten im eiskalten Fluss Tundscha. Zuletzt waren es mehrere Hundert. Wer das sehen will, plant eine Übernachtung in der Region ein.

Für Zuschauer